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* Einträge können einen formalen '''Eintragsschluss''' haben. Das kommt eher in den späteren Jahrgängen vor. Eine übliche Form ist "actum ut supra" oder kurz "a. u. s.". | * Einträge können einen formalen '''Eintragsschluss''' haben. Das kommt eher in den späteren Jahrgängen vor. Eine übliche Form ist "actum ut supra" oder kurz "a. u. s.". | ||
* Es gibt Bände in denen Einträge nur aus einfachem Text bestehen ohne hervorgehobenen Anfang oder Schluss. Manchmal werden Einträge nur durch einen waagerechten Strich voneinander getrennt. Siehe z. B. Band 43, S. 20; Band 49, S. 43 | * Es gibt Bände in denen Einträge nur aus einfachem Text bestehen ohne hervorgehobenen Anfang oder Schluss. Manchmal werden Einträge nur durch einen waagerechten Strich voneinander getrennt. Siehe z. B. Band 43, S. 20; Band 49, S. 43 | ||
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== Sitzungen == | == Sitzungen == | ||
Aktuelle Version vom 13. Februar 2026, 11:50 Uhr
Die Erschließung und Transkription der Ratsprotokollbände folgt (wie das generell bei Stadtbucheditionen üblich ist) vor allem einem Konzept von "Einträgen". Die Identifikation der Einträge ist die Grundlage und das Rückgrat der weiteren Arbeiten. Zur tieferen Erschließung kommt noch das Konzept "Sitzung" dazu.
Inhaltsverzeichnis
Einträge
Definition eines "Eintrags"
Ein Eintrag ist ein vom Stadtrat verhandeltes Thema das als sachlich zusammenhängender Text dokumentiert wurde. Neues Thema bedeutet neuer Eintrag. Bestandteile können neben einfachen Textabsätzen, Marginalnotizen (auch wenn sie erst später hinzugefügt wurden), Überschriften oder auch Personenlisten sein. Der Vortext zu einer Neubürgerliste und die Neubürgerliste bilden einen Eintrag.
Unterscheidung von Einträgen und anderen "Texten" in den Bänden
Nicht alles ist ein Eintrag. Z. B. Seitennummern können zu transkribierende Textelemente sein, sie bilden aber keinen Eintrag.
Eintragsstrukturen
- Die Strukturierung der Einträge war in den 400 Jahren der handschriftlich geführten Sitzungsprotokolle nicht einheitlich. Auch innerhalb eines Bandes kann die Strukturierung variieren.
- Eine grobe Einteilung eines Eintrags ist:
- Einleitende Überschrift/Randbemerkung
- Eintragstext
- Eintragsschluss
- Es gibt meistens einleitende Überschriften oder Randbemerkungen, wobei die früheren Jahrgänge (bis 19. Jh.) eher Randbemerkungen nutzen und die späteren Jahrgänge (ab 19. Jh.) Überschriften. Ausnahmen finden sich bspw. in Band 43, 49, 50.
- Der Eintragstext (in Form von einem oder mehreren Absätzen) ist in den allermeisten Fällen die minimale Einheit, aus der ein Eintrag besteht.
- Einträge können einen formalen Eintragsschluss haben. Das kommt eher in den späteren Jahrgängen vor. Eine übliche Form ist "actum ut supra" oder kurz "a. u. s.".
- Es gibt Bände in denen Einträge nur aus einfachem Text bestehen ohne hervorgehobenen Anfang oder Schluss. Manchmal werden Einträge nur durch einen waagerechten Strich voneinander getrennt. Siehe z. B. Band 43, S. 20; Band 49, S. 43
- Band 43 kann auch als Beispiel für die fortlaufende Variation der Eintragstrukturierung innerhalb eines Bandes dienen. Auf den ersten Seiten des Bandes werden Einträge noch mit einer einleitenden Randbemerkung versehen und ein waagerechter Strich trennt die Eintragstexte voneinander. Kurz darauf finden sich nur noch waagerechte Trennstriche. Im größten Teil des Bandes danach werden auch keine Trennstrichte mehr verwendet. In solchen Fällen ist es dann notwendig zur Eintragserschließung auf den Inhalt der Absätze zu achten, da auch in dieser simplen Strukturierung mehrere Absätze einen Eintrag bilden können.
Sitzungen
Definition einer "Sitzung"
Die Einträge der Protokolle sind das Ergebnis von Sitzungen des Stadrats. Eine Sitzung beginnt in der Regel mit der Überschrift und endet entweder mit dem letzten Eintrag oder einem expliziten Sitzungsabschluss. Letzterer kann Schlussformeln wie "a.u.s. / actum ut supra" und Unterschriften der Sitzungsteilnehmer enthalten. Am Anfang der Sitzung können auch die Teilnehmerliste und weitere zum Sitzungsprozedere gehörende Absätze stehen, die nich als Einträge gezählt werden. Es können auch Sitzungen vorkommen (In Band 2 z.B.), die direkt mit einem Eintrag beginnen und wo das Verhandlungsdatum erst im Eintragstext erwähnt wird. Wenn mehrere Einträge in dieser Art aufeinander folgen, also das selbe Datum enthalten, können diese Einträge zu einer Sitzung zusammengefasst werden. Wenn es mehrere Sitzungsüberschriften mit dem selben Datum gibt, behandeln wir diese Fälle als individuelle Sitzungen.
Einträge verzeichnen
Der Einfachheit halber identifizieren wir Einträge zunächst in einem Google-Spreadsheet: https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/
Dort soll für jede Seite (Foliozählung) jeder Eintrag (ggf. bestehend aus mehreren transkribus-Textregionen), aber auch andere "Textelemente" eingetragen werden. Nur die Einträge erhalten eine fortlaufende Nummer, die bei jeder Seite wieder bei 1 beginnt. Eine Gesamtzählung muss hier nicht von Anfang an gepflegt werden, sondern kann später hergestellt werden.
Einträge können mehrere Seiten umfassen, sie bekommen dann bei einer neuen Seite keine neue Nummer. Nummer 1 ist der erste neu beginnende Eintrag auf einer Seite.
Die festzuhaltenden Textbereiche sind verschiedenen Typs. Für den Band von 1530ff sind dies z.B.:
Folio-Nr., Titel, Bürgermeister, Eintrag, Fortsetzung-Eintrag.
Vor jedem Eintrag soll ein gap-Tag gesetzt werden. In diesem tag soll bei "resp" das Kürzel des Bearbeiters eingetragen werden. Vor jeder Sitzungsüberschrift/Sitzungsanfang und vor jedem Sitzungsabschluss soll ebenfalls ein gap-Tag gesetzt werden. In diesen tags soll zusätzlich bei "type" "session" für den Sitzungsanfang und "closer" für den Sitzungsabschluss eingetragen werden. Nach dem Gap sollte eine Leerstelle erfolgen (Gap darf nicht in einem anderen Tag liegen!).
Mehr dazu im Abschnitt "Sitzungen & Einträge" unter Tags/Markierungen.
Pflege der Regeln
Aus den praktischen Erfahrungen heraus und anlässlich der Diskussion von neuen oder Zweifelsfällen sollte diese Seite entsprechend weiter vervollständigt werden.