Transkriptionsregeln: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Consilium Communis Neuss
Zur Navigation springen Zur Suche springen
('Kurzanleitung Transkription' in eigene Seite ausgekoppelt; durch kürzeren Hinweis und ein paar Links ersetzt)
(→‎Regeln für die Transkription: Allgemeine Aussage eingefügt: Wenn sich eine Regel zu einem bestimmten Phänomen ändert, gilt sie zunächst nur für neue Transkriptionen.)
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 11: Zeile 11:
  
 
# '''[[Große Tabelle#Seiten für die einzelnen Bände|Dokumentation]]''' in der [https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/ Erfassungstabelle]
 
# '''[[Große Tabelle#Seiten für die einzelnen Bände|Dokumentation]]''' in der [https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/ Erfassungstabelle]
# '''[[Textregionen]]''' müssen markiert sein und die '''[[Zeilenerkennung]]''' muss erfolgt sein
+
# '''[[Textregionen]]''' müssen markiert sein und die '''[[Zeilenerkennung]]''' muss erfolgt sein, ehe der Text transkribiert werden kann.
 
# '''[[Tags/Markierungen|Annotation]]''' des Textes
 
# '''[[Tags/Markierungen|Annotation]]''' des Textes
  
= Regeln für die Transkription =
+
= Hilfsmittel =
  
== Eigennamen, Personen, Orte ==
+
* [https://help.transkribus.org/de/h%C3%A4ndisch-transkribieren-1-0 Transkribus.org: Händisch transkribieren]
* '''Personen'''
+
* [https://dh.uni-wuppertal.de/cc-wiki/?title=Transkriptionshilfen Transkriptionshilfen]
** Personennamen so schreiben, wie sie auftauchen und sie ggf. in der Tabelle normieren.
 
** Abgekürzte Personennamen auflösen, wenn möglich (siehe unten "Abkürzungen).
 
  
* '''Unterschriften'''
+
= Regeln für die Transkription =
** Unterschriften wenn möglich auflösen und mit [gez.] davor transkribieren.
 
** Wenn die Auflösung nicht möglich ist (unlesbar), dann stattdessen [Unterschriften] setzen.
 
** Nur taggen, wenn die Person im Text vorher noch nicht aufgetaucht ist.
 
 
 
*'''Orte'''
 
** Wie Personen.
 
** Transkribieren, wie sie im Text auftauchen, ggf. in der Tabelle normieren. Bsp. Neuss: Im Text Nysse / Neuhs..., in der Tabelle "Neuss".
 
  
* '''Datum'''
+
== Eigennamen, Bezeichnungen und Datumsangaben ==
** Taggen, mit allem was dazugehört. "Freitag nach Sankt xy ..." oder auch "Sabbathi nach..." alles mit in den Tag setzen.
 
** Daten wie "Freitag nach Sankt Franziskus" (Vor allem im 16. Jahrhundert zu finden) im tag mit dem richtigen Datum auflösen! Anleitungen dazu finden Sie im Wiki unter "Hilfsmittel".
 
  
== Umgang mit Zeichen und Buchstaben ==
+
* Grundsätzlich gilt Transkription nach Vorlage. Die Normierung der Schreibweise erfolgt in den Registertabellen.
* '''Einzelne Buchstaben'''
+
* Personen, Orte, Organisationen und Berufe
** '''u und v''': Bis zum Jahr (nnnn?) gibt es in den Protokollen NICHT zwei Buchstaben (u und v), sondern nur ein u, das aber zwei positionell bestimmte Formvarianten hat (v am Wortanfang, u sonst) und zwei Lautwerte (vokalisches u und konsonantisches v).
+
** [https://de.wikipedia.org/wiki/Entit%C3%A4t_(Informatik) Entitäten] werden als <code>person</code>, <code>place</code>, <code>organization</code>, <code>occupation</code> getaggt.
*** Wir transkribieren nach angenommenen Lautwert (Beispiel: ussgeven). Nicht formtreu (vssgeuen) und nicht buchstabentreu (ussgeuen).
+
** In den Metadaten der Annotation wird unter <code>key</code> die entsprechende ID aus den [[Große Tabelle|Registertabellen]] eingetragen.
** '''ſ und s''': langes (Schaft-) und rundes s sind positionsbedingte Formvarianten des Buchstaben s. Das runde s markiert das Ende eines Wortes, ansonsten wird Schaft-s verwendet. Die Unterscheidung ist morphologisch interessant, weil sie ein Indiz für die Trennung und das Zusammenwachsen von Wörtern ist.  
+
* Datumsangaben
*** Wir vereinheitlichen zu s (wir transkribieren nicht formtreu)
+
** Datumsangaben werden als <code>date</code> getaggt.
** '''i und j''': Problem: wie unterscheidet man verlängertes i und j? Will man zwei Buchstaben postulieren oder nicht? Zu klären: ij am Wortende als ii oder ij?
+
** In den Metadaten der Annoation werden Jahr, Monat und Tag eingetragen.
*** Diese Frage wird im Lauf des Projekts noch zu klären sein. Markieren Sie gern wenn Sie über so eine Stelle stolpern.
+
** Für Angaben wie "Freitag nach Sankt Franziskus" (Vor allem im 16. Jahrhundert zu finden) können Sie die [[Transkriptionshilfen|Hilfsmittel]] zur Datumsauflösung verwenden.
** '''c und t''': in deutschen Texten nach Lautwert, in lateinischen Begriffen nach Standardorthographie.
+
* Unterschriften
*** Transkribieren Sie es so, wie es in dem von Ihnen erkannten Wort Sinn ergibt. Wenn Sie das Wort nicht erkennen können, melden Sie sich gern oder sprechen Sie sich mit Anderen ab!
+
** Wenn Unterschriften ausserhalb eines Unterschriftenblocks (Siehe [[Textregionen]]) erscheinen, setzten Sie <code>[gez.]</code> davor.
** '''cz und tz''': schauen wir uns an den Texten an.
+
** Wenn die Unterschrift nicht lesbar ist, schreiben Sie \[Unterschrift].
*** Wenn Sie über einen solchen Fall stolpern, sprechen Sie uns gern an, wir schauen dann, wie wir damit umgehen können!
+
** Eine Auszeichnung als <code>person</code> erfolgt nur dann, wenn die Person im Text zuvor noch nicht erwähnt wurde.
** '''hs und ss/ß''': Ab sofort soll statt des gelesenen "hs" Doppel-s oder ß transkribiert werden (Thywissen, Esser, Neuß). Die Änderung soll zunächst nicht rückwirkend vorgenommen werden, das wäre zu aufwändig.
 
*** Die Formen von langem „s“ und kleinem „h“ lagen in der deutschen Kurrentschrift nah beieinander. Man kann in den meisten Fällen mit Sicherheit davon ausgehen, dass Doppel-s und ß gemeint waren und die Zeitgenossen die betreffenden Wörter auch so ausgesprochen haben. Steht dort ein „h“, ist das für die heutigen Leser sehr verwirrend und nicht nachvollziehbar. Vgl. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F
 
* '''Überschriebene Zeichen (Diakritika)'''
 
** 16. Jh.: Das Vorhandensein von Punkten auf i oder u wird ignoriert; wir transkribieren immer u (nicht ü) und immer i.  
 
** Bisher ist uns ein anderer Fall in den Protokollen noch nicht begegnet. Falls Ihnen etwas auffällt, melden Sie sich gerne, wir finden dann eine gemeinsame Lösung, die wir hier nachtragen können.
 
  
== Schreibung von Wörtern und Sätzen ==
+
== Einzelne Zeichen und Buchstaben ==
  
* '''Daten / Datumsangaben'''
+
* u und v
** Daten werden mit "Date" getaged! Siehe dazu die Video-Anleitungen von Herrn Wyrich im Sciebo-Ordner!
+
** Bis ins 17. Jahrhundert gibt es in den Protokollen keine zwei getrennten Buchstaben u und v, sondern nur eine Graphform mit zwei positionellen Varianten (v am Wortanfang, u sonst) und zwei Lautwerten.
** Geben Sie Tag, Monat und Jahr an!
+
** Transkribiert wird nach dem angenommenen Lautwert, also z.B. "ussgeven" (nicht "vssgeuen" oder "ussgeuen").
*** Wenn nur das Jahr im Text auftaucht, müssen Sie das nicht angeben!
+
** Wenn Sie genauere Zeitangaben finden, ab dem sich eine konsistente Unterscheidung von u und v durch den jeweiligen Schreiber etabliert, können wir sie hier eintragen.
*** Wenn das selbe Datum "wie oben" noch mal im Text auftaucht, müssen Sie das nicht angeben.
+
* ſ (Schaft-s) und s
*** Wenn das Datum mit 7ber, Xber etc... angegeben ist, lösen Sie dies auf, kennzeichnen es als aufgelöste Abkürzung (expan) und geben dann das ganze Datum als "Date" an (wie oben erklärt).
+
** Langes (Schaft-)s und rundes s sind positionsbedingte Varianten desselben Buchstabens.
 +
** Wir vereinheitlichen zu "s" — keine formgetreue Unterscheidung.
 +
* i und j
 +
** Die Unterscheidung zwischen verlängertem i und j sowie die Behandlung von "ij" am Wortende (als "ii" oder "ij") ist noch projektintern zu klären.
 +
** Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
 +
* c und t
 +
** In deutschen Texten wird nach Lautwert transkribiert, in lateinischen Begriffen nach Standardorthographie.
 +
** Ist das Wort nicht erkennbar, bitte im Team abstimmen.
 +
* cz und tz
 +
** Noch nicht abschließend geregelt.
 +
** Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
 +
* hs und ss/ß
 +
** Wo im Text "hs" steht, wird Doppel-s oder ß transkribiert (Beispiele: Thywissen, Esser, Neuß).
 +
** In der deutschen Kurrentschrift liegen die Formen von langem "s" und kleinem "h" nah beieinander; in nahezu allen Fällen ist Doppel-s oder ß gemeint. Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F Wikipedia].
 +
** Diese Regelung gilt prospektiv und wird nicht rückwirkend angewendet.
 +
* Diakritika / überschriebene Zeichen
 +
** Im 16. Jahrhundert werden Punkte auf i oder u ignoriert; transkribiert wird stets "i" und "u" (nicht "ü").
 +
** Andere Fälle sind bisher nicht aufgetreten. Bitte melden, wenn etwas auffällt.
 +
* Sonderzeichen
 +
** In Transkribus können Sie eine virtuelle Tastatur (Virtual Keyboard) einblenden, mit der Sie Sonderzeichen, die auf Ihrer physischen Tastatur nicht verfügbar sind, per Mausklick eingeben können.
 +
** Die hier genannten Zeichen werden dort verfügbar gemacht. Notfalls übernehmen Sie die Zeichen per Copy-Paste aus diesem Dokument (Strg+C / Strg+V).
 +
*** <code>≠</code>
  
* '''Getrennt- und Zusammenschreibung, Spacing'''
+
== Wörter, Sätze und Zahlen ==
** 16. Jh.: nach heutigem Wortverständnis (auch Worttrennung durch rund-s wird hier ignoriert).
 
** Weitere Jarhunderte: Nach Vorlage soweit möglich. Falls nicht eindeutig: Nach Wortverständnis.
 
*** Manchmal sind die Worte so eng beieinander geschrieben oder es gibt im Wort große Lücken, sodass sich nicht genau erkennen lässt, ob getrennt oder zusammen geschrieben werden sollte. Sofern möglich transkribieren Sie so, dass die Worte nach Ihrem Verständnis Sinn ergeben und trennen Sie nach heutigem Wortverständnis.
 
** Dabei ist es nicht notwendig breitere Abstände zwischen Wörtern mit mehreren Lehrzeichen nachzubilden.
 
** Verwenden Sie den einfachen Bindestrich für die Transkription von Trennungen am Zeilenende oder zusammengesetzte Substantive (z.B. "Gemeinde-Rat" statt "Gemeinde=Rat"). Sollte es keinen Bindestrich im Text der Handschrift geben, das Wort aber nach der neuen Rechtschreibung mit Bindestrich zu trennen ist, wird in der Transkription ein Bindestrich ergänzt.
 
  
* '''Groß- und Kleinschreibung'''
+
* Getrennt- und Zusammenschreibung
** 16. Jh. bis ca. 1700: alles klein, außer Eigennamen (Personen, Orte etc.)
+
** 16. Jahrhundert: nach heutigem Wortverständnis (Worttrennung durch Rund-s wird ignoriert).
*** In dieser Zeit gibt es keine festen Regeln für Groß- und Kleinschreibung, sodass wir eingreifen müssen, um eine Lesbarkeit zu gewährleisten. Bitte passen Sie die Groß- und Kleinschreibung so an, dass alles klein geschrieben wird, abgesehen von Eigennamen (dazu zählen Orte, Personen, Gebäude mit festem Namen...). Fragen Sie bei Unsicherheiten gerne nach!
+
** Ab dem 17./18. Jahrhundert: nach Vorlage, soweit erkennbar. Bei Uneindeutigkeit: nach Wortverständnis.
** ab Zeit X (erkennbares System von Groß-/Kleinschreibung und Satztrennung): wie Vorlage
+
** Breitere Abstände zwischen Wörtern müssen nicht durch mehrere Leerzeichen nachgebildet werden.
*** Sobald Sie erkennen, dass der Schreiber ein festes System zur Groß- und Kleinschreibung verfolgt und es klare Regeln dafür gibt, kann der Vorlage gefolgt werden!
+
** Trennungen am Zeilenende sowie zusammengesetzte Substantive werden mit einfachem Bindestrich wiedergegeben (z.B. "Gemeinde-Rat" statt "Gemeinde=Rat"). Fehlt in der Vorlage ein Bindestrich, der nach heutiger Rechtschreibung gesetzt würde, wird er ergänzt.
 
+
* Groß- und Kleinschreibung
* '''Interpunktionszeichen'''
+
** 16. Jahrhundert bis ca. 1700: alles klein, außer Eigennamen (Personen, Orte, Gebäude mit festem Namen u.Ä.).
** originale Interpunktionszeichen (z.B. / ) werden beibehalten.  
+
** Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein erkennbares System der Groß- und Kleinschreibung vorliegt: nach Vorlage.
*** Die schrägen Striche, die als Satzzeichen bei den früheren Jahrhunderten genutzt werden, können durch einen Slash (/) gekennzeichnet werden.
+
* Interpunktion
** keine moderne Interpunktion einführen.
+
** Moderne Interpunktion wird nicht eingeführt, auch wenn sie grammatisch korrekt wäre.
*** Auch wenn Sie erkennen, dass vielleicht ein Komma an einer Stelle "richtig" wäre, fügen Sie es nicht ein, wenn es nicht im Text steht, folgen Sie bitte der Vorlage so treu wie möglich.
+
** Schrägstriche als Satzzeichen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Virgel Virgel]) werden als Schrägstrich "/" wiedergegeben.  
** Klammern und sonstige Zeichen: Getreu nach Vorlage!
+
** Klammern und sonstige Zeichen werden getreu nach Vorlage übernommen
*** Auch wenn am Ende einer Zeile ein "=" als Trennzeichen benutzt wird, nehmen Sie bitte ein "-".
+
* Zahlen und Zahlzeichen
 
+
** Römische Zahlen werden groß geschrieben (III, nicht iii; IX, nicht ix), auch wenn die Vorlage abweicht.
* '''Zahlen / Zahlzeichen'''
+
** Bei Ordinalzahlen wird ggf. ein Punkt ergänzt (1., IX.), sofern es sich eindeutig um eine Ordinalzahl handelt.
** '''Römische Zahlen''' werden groß geschrieben (III und nicht iii / IX und nicht ix), auch wenn das in der Vorlage manchmal anders gehandhabt wird.
+
** Sonderformen (z.B. halbe Einsen) werden im Team besprochen und hier ergänzt.
** '''Sonderformen''' (z.B. halbe einsen) müssen wir uns ansehen.
 
*** Melden Sie sich in diesem Fall bitte einfach, wenn Ihnen etwas auffällt, wir sammeln diese Fälle und können sie dann besprechen und hier ergänzen.
 
** '''Ordinalzahlen''': Punkt ggf. ergänzen (1. statt 1 / IX. und nicht nur IX) - sofern deutlich ist, dass es sich um eine Ordinalzahl handelt.
 
* Abkürzungen wie Xber (October/Oktober), 7ber (September) usw. werden ausgeschrieben und als aufgelöste Abkürzung markiert!
 
 
 
* '''Sonderzeichen'''
 
** ≠ wird mit diesem Zeichen "≠" eingetragen. Sie können es einfach aus diesem Text kopieren (strg+c) und in die Transkription einfügen (strg+v).
 
 
 
* hochgestellte Zeichen
 
** sofern hochgestellte Zeichen nicht als Abkürzung ohnehin aufgelöst werden, können sie mit dem tag <seg rend="superscript"> markiert werden
 
  
 
== Modifikationen und Überarbeitungen ==
 
== Modifikationen und Überarbeitungen ==
  
* '''Wiederkehrende Begriffe / Abkürzungen'''
+
* Textgestalt: Durchstreichung, Unterstreichung, Hochstellung, Tiefstellung
** Manche Begriffe wiederholen sich in den Bänden laufend (z.B. Reichsthaler / Reichsdahler), die oft auch abgekürzt geschrieben werden. Sie müssen in diesen Fällen nicht jedes Mal wieder die Abkürzung bezeichnen. Bei gängigen Begriffen kann "einfach" ausgeschrieben werden. Wenn Sie nicht sicher sind, was ein solcher Fall ist und wo Sie doch genau vorgehen sollten, lassen Sie uns im nächsten Treffen darüber sprechen und uns einigen!
+
** Streichungen auf Wort- oder Eintragsebene werden als solche markiert.
* '''Gängige Abkürzungen'''
+
** Transkribus verfügt über spezielle Tags/Markierungen für diese Phänomene ähnlich wie in Word und Co. (''Das Tag 'seg' ist nicht mehr notwendig'')
** Gängige und immer wiederkehrende Abkürzungen können so stehen bleiben! So z.B.: Etc. / Dr. / z.B. / a.u.s. / Maßeinheiten, Geldeinheiten und so weiter müssen nicht aufgelöst werden.
+
** Überschriebene einzelne Buchstaben werden wie gestrichene Buchstaben behandelt.
** Das Abkürzungszeichen für "qm", das als kleines Rechteck im Text auftaucht, kann als "qm" aufgelöst werden.
+
* Nachträge und Ergänzungen
 
+
** Eindeutige Nachträge werden als solche markiert.
* '''Streichungen'''
+
** Kurze Nachträge am Rand oder zwischen den Zeilen müssen nicht zwingend als eigene Textregion oder Zeile erfasst werden, sondern können an der Stelle transkribiert werden, wo sie sich nach Leseverständnis oder eindeutiger handschriftlicher Markierung einfügen. Markieren Sie die Stelle in diesem Fall mit dem Tag <code>add</code>.
** Schreiberstreichungen (auf Wortebene, auf Eintragsebene): als solche markieren
+
** Wenn der Nachtrag aus einer ganzen Textregion besteht ([[Textregionen|Marginalie/Randbemerkung]] z. B.) schreiben Sie <code>[Nachtrag]</code> an den Anfang der Transkription.
** Unterstreichungen: bewahren
+
** Sind Sie sich nicht sicher, markieren Sie die Stelle und fragen uns, wir finden dann eine Lösung für die konkrete Stelle.
** Sind einzelne Buchstaben eines Wortes überschrieben, erfolgt die Transkription wie bei gestrichenen Buchstaben.
+
* Unleserliche Stellen
 
+
** Unleserliche Stellen werden in eckige Klammern gesetzt; der Befund wird verbalisiert (z.B. "drei unleserliche Wörter").
* '''Abkürzungen'''
+
** Entzifferbare, aber unsichere Lesungen markieren Sie mit dem Tag <code>unclear</code>.
** Abkürzungen werden aufgelöst und der aufgelöste Teil in Transkribus als Auflösung markiert. (Tag: expan - unter "Collection Tags").
+
* Verschreibungen und Fehler
*** Sollten Sie nicht sicher sein, wie die Abkürzung aufzulösen ist, sprechen Sie sich mit anderen Ehrenamtlerinnen ab oder fragen Sie gerne nach. Wenn Sie nicht in Transkribus arbeiten sollten, machen Sie an der entsprechenden Stelle bitte einen Vermerk, dass es sich um eine aufgelöste Abkürzung handelt, damit das übernommen werden kann.
+
** Keine stillschweigende Korrektur.
** Namen: A. Müller -> Im Register den ganzen Namen eintragen und mit dem key versehen. Muss deswegen nicht als Abkürzung aufgefüllt werden. Wenn der Key verteilt ist, ist dieser eindeutig.
+
** Wenn Sie hervorheben möchten, dass eine Verschreibung vorliegt und der Fehler nicht in der Transkription liegt, markieren Sie die Stelle mit dem Tag <code>sic</code>.
  
* '''Zeilenumbruch'''
+
== Abkürzungen ==
** Die Transkription erfolgt zeilentreu mit markiertem Zeilenumbruch. Dies ergibt sich aus der Benutzung von Transkribus aber implizit.
 
*** Sollten Sie nicht mit Transkribus arbeiten, transkribieren Sie bitte dennoch zeilengetreu!
 
*** Nebeneinander stehende Einträge oder Anmerkungen sollten als eigener Bereich gekennzeichnet und in sich zeilengetreu transkribiert werden.
 
*** Sollten Sie unsicher sein, machen Sie gern eine Anmerkung oder fragen Sie nach.
 
  
* '''Unleserliche Stellen'''
+
* Wenn es dem Leseverständnis hilft werden Abkürzungen aufgelöst.
** Markieren durch eckige Klammern, Befund verbalisieren ("drei unleserliche Wörter").
+
* Folgende Abkürzungen sollten z. B. aufgelöst werden:
*** Sollten Sie einzelne Stellen nicht lesen können, weil sie unleserlich geschrieben sind, verwischt oder unkenntlich gemacht wurden, markieren Sie die Stelle bitte mit eckigen Klammern. Schreiben Sie in die Klammern, welche Buchstaben Sie entziffern konnten und wie viele Buchstaben oder Wörter Ihrer Sicht nach fehlen.  
+
** In den frühneuzeitlichen Bänden werden häufig '''Kürzungszeichen/Nasalstriche''' verwendet ([https://de.wikipedia.org/wiki/Nasalstrich Nasalstrich]), die einzelne Buchstaben ersetzen.
** Unsicherheit: Schreiben Sie, wenn Sie meinen, das Wort erkannt zu haben, aber nicht sicher sind, einfach ein ? hinter das Wort. z.B. "Schule(?)".
+
* Gängige und immer wiederkehrende Abkürzungen (Etc., Dr., z.B., a.u.s., Maßeinheiten, Geldeinheiten) müssen nicht aufgelöst werden.
** Sie können die Stelle zusätzlich markieren. (Tag: unclear - unter "Collection Tags") So können die Textestellen bei Überarbeitungen in Transkribus gezielt angesteuert werden.
+
* Abgekürzte Schreibungen von Personen, Orten, Organisationen oder Berufen müssen nicht aufgelöst werden, da sie – durch ihre mit ID versehenen Entitäten-Tags – mit ihren Registereinträgen verlinkt werden, wo eine aufgelöste Schreibung zu finden ist.
 +
* Das Abkürzungszeichen für "qm" (kleines Rechteck im Text) kann als "qm" aufgelöst werden.
 +
* Aufgelöste Abkürzungen werden markiert.
 +
** Abkürzungen, die durch einfache Ergänzung der Zeichen aufgelöst werden können, wie z.B. im oben genannten Fall der Nasalstriche, werden mit dem Tag <code>expan</code>` auf den aufgelösten Buchstaben markiert.
 +
** Komplexere Abkürzungen deren ursprüngliche Form (mit Punkten usw.) erhalten bleiben soll, können zunächst nach Vorlage transkribiert und mit dem Tag <code>abbrev</code> markiert werden. In den Metadaten des Tags kann dann die aufgelöste Form unter <code>expansion</code> eingetragen werden.
 +
* Bei Unsicherheit bitte im Team abstimmen oder nachfragen.
  
* '''Verschreibungen / Fehler'''
+
== Zeilenumbrüche ==
** Keine stillschweigende Korrektur! Bitte merken Sie Verschreibungen an, wenn sie Ihnen auffallen.
 
  
* '''Nachträge / Ergänzungen'''
+
* Die Transkription erfolgt zeilentreu mit markiertem Zeilenumbruch, dies ergibt sich bei der Arbeit in Transkribus automatisch.
** Ist eindeutig erkennbar, dass es sich um einen Nachtrag ändert, merken Sie das gerne an.
 
** Sind Sie sich nicht sicher, markieren Sie die Stelle und fragen uns, wir finden dann eine Lösung für die konkrete Stelle.
 
  
== Textpositionierung und Layout ==
+
== Allgemein ==
* '''Tabellen'''
 
** Es gibt ein Tool für Tabellen in Transkribus. Wir stellen hier eine [https://readcoop.eu/de/transkribus/howto/how-to-work-with-tables-in-transkribus/#h-correct-the-cells-in-the-table Anleitung] zur Verfügung!
 
* '''Marginalien'''
 
** Marginalien setzen wir (in der Ordnung der Transkription) an den Anfang des Eintrags; bei mehrfachen Marginalien auch an das Ende.
 
** Marginalien werden im Layout / den Metadaten als "marginalia" ausgezeichnet. Siehe dazu auch die Transkriptionsanleitung zur (späteren) Arbeit mit Transkribus.
 
  
* '''Einrückung und Zentrierung'''
+
* Wenn sich eine Regel zu einem bestimmten Phänomen ändert, gilt sie zunächst nur für neue Transkriptionen.
** Da das Faksimile mit publiziert wird, müssen diese Dinge nicht abgebildet werden. Bitte nur Überschriften als solche (Heading) auszeichnen, Absätze als Paragraph kennzeichnen und Unterstrichenes entsprechend taggen!
 
  
= Probleme und Sonderfälle =
+
== Probleme und Sonderfälle ==
  
 
* Wenn im Originalband einzelne Seiten fehlen und ein Eintrag dadurch mitten im Text abbricht oder anfängt, werden in der Transkription eckige Klammern mit einem entsprechenden Hinweis gesetzt, z.B. [folgende Seite fehlt im Original].
 
* Wenn im Originalband einzelne Seiten fehlen und ein Eintrag dadurch mitten im Text abbricht oder anfängt, werden in der Transkription eckige Klammern mit einem entsprechenden Hinweis gesetzt, z.B. [folgende Seite fehlt im Original].
 +
* Wenn ein annotationswürdiges Phänomen hier nicht abgedeckt merken Sie es im Text an (Anmerkung in eckigen Klammern) und sprechen Sie es im Team an. Ggf. finden wir ein Transkribus-Tag für das Phänomen oder eine standardisierte Formulierung in eckigen Klammern.
  
* Anleitungen für das Anlegen von keys und die Nutzung von Shortcuts finden sich in Sciebo unter "Material Transkriptionen" und dort "Allgemein".
+
= Korrektur von bereits veröffentlichten Bänden =
** -> Hier der [https://uni-wuppertal.sciebo.de/s/3VaGrrG6Csk6OU2?path=%2F LINK zur Projektbox]!
 
 
 
* Datum: Die gesamte Angabe zum Taggen benutzen! Auch wenn es z.B. "Sabbathi den 5. April..." ist. Auch den Tag mit taggen! Alles, was zur Datumsangabe gehört, kann mit in den Tag!
 
 
 
* Wenn die Transkription eines Bandes bereits auf der Website veröffentlicht ist, nachträglich aber noch Änderungen erfolgen (beispielsweise an den Tags), vermerken Sie dies bitte mit Datum der Änderung in der Spalte "Änderungen nach Veröffentlichung" im Tabellenblatt "Bände". So können wir abschätzen, wann bei einem Band ein neuer Export und Upload der Transkription sinnvoll ist.
 
  
* To be done...
+
* Auch bereits veröffentlichte Bände dürfen jederzeit korrigiert werden.
 +
* Vermerken Sie die Nachbearbeitung bitte mit Datum in der Spalte "Änderungen nach Veröffentlichung" im [https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/edit?gid=1247940292#gid=1247940292 Tabellenblatt "Bände"]. So können wir abschätzen, wann bei einem Band ein neuer Export und Upload der Transkription sinnvoll ist.

Aktuelle Version vom 15. Mai 2026, 06:53 Uhr

Prinzipien

Eine Transkription ist immer auf einer Skala zwischen Quellentreue und erleichterter Lesbarkeit angesiedelt. Extreme Quellentreue (hyperdiplomatische Transkription) ist im Prinzip wünschenswert, kann aber sehr kompliziert und aufwändig werden. Starke Leseorientierung erfordert Interpretation und würde Unterschiede nivellieren und Befunde zunichte machen, die für die Forschung wertvoll sein können. Es ist deshalb ein sinnvoller Mittelweg zu finden.

Wir haben untenstehend die Regeln für die Transkription zusammengefasst, auf die wir uns für das Projekt geeinigt haben. Bitte halten Sie sich an diese Regeln. Sollten Ihnen Fälle begegnen, die eine Bearbeitung nach den untenstehenden Regeln nicht möglich machen, fragen Sie gern nach! Sollten Sie einen Fall finden, der hier nicht bedacht wurde, fragen Sie ebenfalls gern nach, wir finden dann eine Lösung dafür und tragen den Fall hier nach.

Vor und während der Transkription

Beachten Sie folgendes vor und während der Transkription (Kurzanleitung Transkription):

  1. Dokumentation in der Erfassungstabelle
  2. Textregionen müssen markiert sein und die Zeilenerkennung muss erfolgt sein, ehe der Text transkribiert werden kann.
  3. Annotation des Textes

Hilfsmittel

Regeln für die Transkription

Eigennamen, Bezeichnungen und Datumsangaben

  • Grundsätzlich gilt Transkription nach Vorlage. Die Normierung der Schreibweise erfolgt in den Registertabellen.
  • Personen, Orte, Organisationen und Berufe
    • Entitäten werden als person, place, organization, occupation getaggt.
    • In den Metadaten der Annotation wird unter key die entsprechende ID aus den Registertabellen eingetragen.
  • Datumsangaben
    • Datumsangaben werden als date getaggt.
    • In den Metadaten der Annoation werden Jahr, Monat und Tag eingetragen.
    • Für Angaben wie "Freitag nach Sankt Franziskus" (Vor allem im 16. Jahrhundert zu finden) können Sie die Hilfsmittel zur Datumsauflösung verwenden.
  • Unterschriften
    • Wenn Unterschriften ausserhalb eines Unterschriftenblocks (Siehe Textregionen) erscheinen, setzten Sie [gez.] davor.
    • Wenn die Unterschrift nicht lesbar ist, schreiben Sie \[Unterschrift].
    • Eine Auszeichnung als person erfolgt nur dann, wenn die Person im Text zuvor noch nicht erwähnt wurde.

Einzelne Zeichen und Buchstaben

  • u und v
    • Bis ins 17. Jahrhundert gibt es in den Protokollen keine zwei getrennten Buchstaben u und v, sondern nur eine Graphform mit zwei positionellen Varianten (v am Wortanfang, u sonst) und zwei Lautwerten.
    • Transkribiert wird nach dem angenommenen Lautwert, also z.B. "ussgeven" (nicht "vssgeuen" oder "ussgeuen").
    • Wenn Sie genauere Zeitangaben finden, ab dem sich eine konsistente Unterscheidung von u und v durch den jeweiligen Schreiber etabliert, können wir sie hier eintragen.
  • ſ (Schaft-s) und s
    • Langes (Schaft-)s und rundes s sind positionsbedingte Varianten desselben Buchstabens.
    • Wir vereinheitlichen zu "s" — keine formgetreue Unterscheidung.
  • i und j
    • Die Unterscheidung zwischen verlängertem i und j sowie die Behandlung von "ij" am Wortende (als "ii" oder "ij") ist noch projektintern zu klären.
    • Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
  • c und t
    • In deutschen Texten wird nach Lautwert transkribiert, in lateinischen Begriffen nach Standardorthographie.
    • Ist das Wort nicht erkennbar, bitte im Team abstimmen.
  • cz und tz
    • Noch nicht abschließend geregelt.
    • Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
  • hs und ss/ß
    • Wo im Text "hs" steht, wird Doppel-s oder ß transkribiert (Beispiele: Thywissen, Esser, Neuß).
    • In der deutschen Kurrentschrift liegen die Formen von langem "s" und kleinem "h" nah beieinander; in nahezu allen Fällen ist Doppel-s oder ß gemeint. Vgl. Wikipedia.
    • Diese Regelung gilt prospektiv und wird nicht rückwirkend angewendet.
  • Diakritika / überschriebene Zeichen
    • Im 16. Jahrhundert werden Punkte auf i oder u ignoriert; transkribiert wird stets "i" und "u" (nicht "ü").
    • Andere Fälle sind bisher nicht aufgetreten. Bitte melden, wenn etwas auffällt.
  • Sonderzeichen
    • In Transkribus können Sie eine virtuelle Tastatur (Virtual Keyboard) einblenden, mit der Sie Sonderzeichen, die auf Ihrer physischen Tastatur nicht verfügbar sind, per Mausklick eingeben können.
    • Die hier genannten Zeichen werden dort verfügbar gemacht. Notfalls übernehmen Sie die Zeichen per Copy-Paste aus diesem Dokument (Strg+C / Strg+V).

Wörter, Sätze und Zahlen

  • Getrennt- und Zusammenschreibung
    • 16. Jahrhundert: nach heutigem Wortverständnis (Worttrennung durch Rund-s wird ignoriert).
    • Ab dem 17./18. Jahrhundert: nach Vorlage, soweit erkennbar. Bei Uneindeutigkeit: nach Wortverständnis.
    • Breitere Abstände zwischen Wörtern müssen nicht durch mehrere Leerzeichen nachgebildet werden.
    • Trennungen am Zeilenende sowie zusammengesetzte Substantive werden mit einfachem Bindestrich wiedergegeben (z.B. "Gemeinde-Rat" statt "Gemeinde=Rat"). Fehlt in der Vorlage ein Bindestrich, der nach heutiger Rechtschreibung gesetzt würde, wird er ergänzt.
  • Groß- und Kleinschreibung
    • 16. Jahrhundert bis ca. 1700: alles klein, außer Eigennamen (Personen, Orte, Gebäude mit festem Namen u.Ä.).
    • Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein erkennbares System der Groß- und Kleinschreibung vorliegt: nach Vorlage.
  • Interpunktion
    • Moderne Interpunktion wird nicht eingeführt, auch wenn sie grammatisch korrekt wäre.
    • Schrägstriche als Satzzeichen (Virgel) werden als Schrägstrich "/" wiedergegeben.
    • Klammern und sonstige Zeichen werden getreu nach Vorlage übernommen
  • Zahlen und Zahlzeichen
    • Römische Zahlen werden groß geschrieben (III, nicht iii; IX, nicht ix), auch wenn die Vorlage abweicht.
    • Bei Ordinalzahlen wird ggf. ein Punkt ergänzt (1., IX.), sofern es sich eindeutig um eine Ordinalzahl handelt.
    • Sonderformen (z.B. halbe Einsen) werden im Team besprochen und hier ergänzt.

Modifikationen und Überarbeitungen

  • Textgestalt: Durchstreichung, Unterstreichung, Hochstellung, Tiefstellung
    • Streichungen auf Wort- oder Eintragsebene werden als solche markiert.
    • Transkribus verfügt über spezielle Tags/Markierungen für diese Phänomene ähnlich wie in Word und Co. (Das Tag 'seg' ist nicht mehr notwendig)
    • Überschriebene einzelne Buchstaben werden wie gestrichene Buchstaben behandelt.
  • Nachträge und Ergänzungen
    • Eindeutige Nachträge werden als solche markiert.
    • Kurze Nachträge am Rand oder zwischen den Zeilen müssen nicht zwingend als eigene Textregion oder Zeile erfasst werden, sondern können an der Stelle transkribiert werden, wo sie sich nach Leseverständnis oder eindeutiger handschriftlicher Markierung einfügen. Markieren Sie die Stelle in diesem Fall mit dem Tag add.
    • Wenn der Nachtrag aus einer ganzen Textregion besteht (Marginalie/Randbemerkung z. B.) schreiben Sie [Nachtrag] an den Anfang der Transkription.
    • Sind Sie sich nicht sicher, markieren Sie die Stelle und fragen uns, wir finden dann eine Lösung für die konkrete Stelle.
  • Unleserliche Stellen
    • Unleserliche Stellen werden in eckige Klammern gesetzt; der Befund wird verbalisiert (z.B. "drei unleserliche Wörter").
    • Entzifferbare, aber unsichere Lesungen markieren Sie mit dem Tag unclear.
  • Verschreibungen und Fehler
    • Keine stillschweigende Korrektur.
    • Wenn Sie hervorheben möchten, dass eine Verschreibung vorliegt und der Fehler nicht in der Transkription liegt, markieren Sie die Stelle mit dem Tag sic.

Abkürzungen

  • Wenn es dem Leseverständnis hilft werden Abkürzungen aufgelöst.
  • Folgende Abkürzungen sollten z. B. aufgelöst werden:
    • In den frühneuzeitlichen Bänden werden häufig Kürzungszeichen/Nasalstriche verwendet (Nasalstrich), die einzelne Buchstaben ersetzen.
  • Gängige und immer wiederkehrende Abkürzungen (Etc., Dr., z.B., a.u.s., Maßeinheiten, Geldeinheiten) müssen nicht aufgelöst werden.
  • Abgekürzte Schreibungen von Personen, Orten, Organisationen oder Berufen müssen nicht aufgelöst werden, da sie – durch ihre mit ID versehenen Entitäten-Tags – mit ihren Registereinträgen verlinkt werden, wo eine aufgelöste Schreibung zu finden ist.
  • Das Abkürzungszeichen für "qm" (kleines Rechteck im Text) kann als "qm" aufgelöst werden.
  • Aufgelöste Abkürzungen werden markiert.
    • Abkürzungen, die durch einfache Ergänzung der Zeichen aufgelöst werden können, wie z.B. im oben genannten Fall der Nasalstriche, werden mit dem Tag expan` auf den aufgelösten Buchstaben markiert.
    • Komplexere Abkürzungen deren ursprüngliche Form (mit Punkten usw.) erhalten bleiben soll, können zunächst nach Vorlage transkribiert und mit dem Tag abbrev markiert werden. In den Metadaten des Tags kann dann die aufgelöste Form unter expansion eingetragen werden.
  • Bei Unsicherheit bitte im Team abstimmen oder nachfragen.

Zeilenumbrüche

  • Die Transkription erfolgt zeilentreu mit markiertem Zeilenumbruch, dies ergibt sich bei der Arbeit in Transkribus automatisch.

Allgemein

  • Wenn sich eine Regel zu einem bestimmten Phänomen ändert, gilt sie zunächst nur für neue Transkriptionen.

Probleme und Sonderfälle

  • Wenn im Originalband einzelne Seiten fehlen und ein Eintrag dadurch mitten im Text abbricht oder anfängt, werden in der Transkription eckige Klammern mit einem entsprechenden Hinweis gesetzt, z.B. [folgende Seite fehlt im Original].
  • Wenn ein annotationswürdiges Phänomen hier nicht abgedeckt merken Sie es im Text an (Anmerkung in eckigen Klammern) und sprechen Sie es im Team an. Ggf. finden wir ein Transkribus-Tag für das Phänomen oder eine standardisierte Formulierung in eckigen Klammern.

Korrektur von bereits veröffentlichten Bänden

  • Auch bereits veröffentlichte Bände dürfen jederzeit korrigiert werden.
  • Vermerken Sie die Nachbearbeitung bitte mit Datum in der Spalte "Änderungen nach Veröffentlichung" im Tabellenblatt "Bände". So können wir abschätzen, wann bei einem Band ein neuer Export und Upload der Transkription sinnvoll ist.