Transkriptionsregeln: Unterschied zwischen den Versionen

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(→‎Regeln für die Transkription: Allgemeine Aussage eingefügt: Wenn sich eine Regel zu einem bestimmten Phänomen ändert, gilt sie zunächst nur für neue Transkriptionen.)
 
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Sollten Ihnen Fälle begegnen, die eine Bearbeitung nach den untenstehenden Regeln nicht möglich machen, fragen Sie gern nach! Sollten Sie einen Fall finden, der hier nicht bedacht wurde, fragen Sie ebenfalls gern nach, wir finden dann eine Lösung dafür und tragen den Fall hier nach.
 
Sollten Ihnen Fälle begegnen, die eine Bearbeitung nach den untenstehenden Regeln nicht möglich machen, fragen Sie gern nach! Sollten Sie einen Fall finden, der hier nicht bedacht wurde, fragen Sie ebenfalls gern nach, wir finden dann eine Lösung dafür und tragen den Fall hier nach.
  
= Regeln für die Transkription =
+
= Vor und während der Transkription =
  
Bitte tragen Sie sich IMMER in die [https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/edit?usp=sharing Tabelle] ein, wenn Sie eine Seite bearbeiten, damit Doppel-Bearbeitungen vermieden werden können!
+
Beachten Sie folgendes vor und während der Transkription ([[Kurzanleitung Transkription]]):
  
== Umgang mit Zeichen und Buchstaben ==
+
# '''[[Große Tabelle#Seiten für die einzelnen Bände|Dokumentation]]''' in der [https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/ Erfassungstabelle]
* '''Einzelne Buchstaben'''
+
# '''[[Textregionen]]''' müssen markiert sein und die '''[[Zeilenerkennung]]''' muss erfolgt sein, ehe der Text transkribiert werden kann.
** '''u und v''': Bis zum Jahr (nnnn?) gibt es in den Protokollen NICHT zwei Buchstaben (u und v), sondern nur ein u, das aber zwei positionell bestimmte Formvarianten hat (v am Wortanfang, u sonst) und zwei Lautwerte (vokalisches u und konsonantisches v).
+
# '''[[Tags/Markierungen|Annotation]]''' des Textes
*** Wir transkribieren nach angenommenen Lautwert (Beispiel: ussgeven). Nicht formtreu (vssgeuen) und nicht buchstabentreu (ussgeuen).
 
** '''ſ und s''': langes (Schaft-) und rundes s sind positionsbedingte Formvarianten des Buchstaben s. Das runde s markiert das Ende eines Wortes, ansonsten wird Schaft-s verwendet. Die Unterscheidung ist morphologisch interessant, weil sie ein Indiz für die Trennung und das Zusammenwachsen von Wörtern ist. *** Wir vereinheitlichen zu s (wir transkribieren nicht formtreu)
 
** '''i und j''': Problem: wie unterscheidet man verlängertes i und j? Will man zwei Buchstaben postulieren oder nicht? Zu klären: ij am Wortende als ii oder ij?
 
*** Diese Frage wird im Lauf des Projekts noch zu klären sein. Markieren Sie gern wenn Sie über so eine Stelle stolpern.
 
** '''c und t''': in deutschen Texten nach Lautwert, in lateinischen Begriffen nach Standardorthographie.
 
*** Transkribieren Sie es so, wie es in dem von Ihnen erkannten Wort Sinn ergibt. Wenn Sie das Wort nicht erkennen können, melden Sie sich gern oder sprechen Sie sich mit Anderen ab!
 
** '''cz und tz''': schauen wir uns an den Texten an.
 
*** Wenn Sie über einen solchen Fall stolpern, sprechen Sie uns gern an, wir schauen dann, wie wir damit umgehen können!
 
* '''Überschriebene Zeichen (Diakritika)'''
 
** 16. Jh.: Das Vorhandensein von Punkten auf i oder u wird ignoriert; wir transkribieren immer u (nicht ü) und immer i.
 
** Bisher ist uns ein anderer Fall in den Protokollen noch nicht begegnet. Falls Ihnen etwas auffällt, melden Sie sich gerne, wir finden dann eine gemeinsame Lösung, die wir hier nachtragen können.
 
  
== Schreibung von Wörtern und Sätzen ==
+
= Hilfsmittel =
* '''Getrennt- und Zusammenschreibung, Spacing'''
 
** 16. Jh.: nach heutigem Wortverständnis (auch Worttrennung durch rund-s wird hier ignoriert).
 
** Weitere Jarhunderte: Nach Vorlage soweit möglich. Falls nicht eindeutig: Nach Wortverständnis.
 
*** Manchmal sind die Worte so eng beieinander geschrieben oder es gibt im Wort große Lücken, sodass sich nicht genau erkennen lässt, ob getrennt oder zusammen geschrieben werden sollte. Sofern möglich transkribieren Sie so, dass die Worte nach Ihrem Verständnis Sinn ergeben und trennen Sie nach heutigem Wortverständnis.
 
  
* '''Groß- und Kleinschreibung'''
+
* [https://help.transkribus.org/de/h%C3%A4ndisch-transkribieren-1-0 Transkribus.org: Händisch transkribieren]
** 16. Jh. bis ca. 1700: alles klein, außer Eigennamen (Personen, Orte etc.)
+
* [https://dh.uni-wuppertal.de/cc-wiki/?title=Transkriptionshilfen Transkriptionshilfen]
*** In dieser Zeit gibt es keine festen Regeln für Groß- und Kleinschreibung, sodass wir eingreifen müssen, um eine Lesbarkeit zu gewährleisten. Bitte passen Sie die Groß- und Kleinschreibung so an, dass alles klein geschrieben wird, abgesehen von Eigennamen (dazu zählen Orte, Personen, Gebäude mit festem Namen...). Fragen Sie bei Unsicherheiten gerne nach!
 
** ab Zeit X (erkennbares System von Groß-/Kleinschreibung und Satztrennung): wie Vorlage
 
*** Sobald Sie erkennen, dass der Schreiber ein festes System zur Groß- und Kleinschreibung verfolgt und es klare Regeln dafür gibt, kann der Vorlage gefolgt werden!
 
  
* '''Interpunktionszeichen'''
+
= Regeln für die Transkription =
** originale Interpunktionszeichen (z.B. / ) werden beibehalten.
 
*** Die schrägen Striche, die als Satzzeichen bei den früheren Jahrhunderten genutzt werden, können durch einen Slash (/) gekennzeichnet werden.
 
** keine moderne Interpunktion einführen.
 
*** Auch wenn Sie erkennen, dass vielleicht ein Komma an einer Stelle "richtig" wäre, fügen Sie es nicht ein, wenn es nicht im Text steht, folgen Sie bitte der Vorlage so treu wie möglich.
 
** Klammern und sonstige Zeichen: Getreu nach Vorlage!
 
  
* '''Zahlen / Zahlzeichen'''
+
== Eigennamen, Bezeichnungen und Datumsangaben ==
** '''Römische Zahlen''' werden groß geschrieben (III und nicht iii / IX und nicht ix), auch wenn das in der Vorlage manchmal anders gehandhabt wird.
 
** '''Sonderformen''' (z.B. halbe einsen) müssen wir uns ansehen.
 
*** Melden Sie sich in diesem Fall bitte einfach, wenn Ihnen etwas auffällt, wir sammeln diese Fälle und können sie dann besprechen und hier ergänzen.
 
** '''Ordinalzahlen''': Punkt ggf. ergänzen (1. statt 1 / IX. und nicht nur IX) - sofern deutlich ist, dass es sich um eine Ordinalzahl handelt.
 
  
* '''Sonderzeichen'''
+
* Grundsätzlich gilt Transkription nach Vorlage. Die Normierung der Schreibweise erfolgt in den Registertabellen.
** wird mit diesem Zeichen "" eingetragen. Sie können es einfach aus diesem Text kopieren (strg+c) und in die Transkription einfügen (strg+v).
+
* Personen, Orte, Organisationen und Berufe
 +
** [https://de.wikipedia.org/wiki/Entit%C3%A4t_(Informatik) Entitäten] werden als <code>person</code>, <code>place</code>, <code>organization</code>, <code>occupation</code> getaggt.
 +
** In den Metadaten der Annotation wird unter <code>key</code> die entsprechende ID aus den [[Große Tabelle|Registertabellen]] eingetragen.
 +
* Datumsangaben
 +
** Datumsangaben werden als <code>date</code> getaggt.
 +
** In den Metadaten der Annoation werden Jahr, Monat und Tag eingetragen.
 +
** Für Angaben wie "Freitag nach Sankt Franziskus" (Vor allem im 16. Jahrhundert zu finden) können Sie die [[Transkriptionshilfen|Hilfsmittel]] zur Datumsauflösung verwenden.
 +
* Unterschriften
 +
** Wenn Unterschriften ausserhalb eines Unterschriftenblocks (Siehe [[Textregionen]]) erscheinen, setzten Sie <code>[gez.]</code> davor.
 +
** Wenn die Unterschrift nicht lesbar ist, schreiben Sie \[Unterschrift].
 +
** Eine Auszeichnung als <code>person</code> erfolgt nur dann, wenn die Person im Text zuvor noch nicht erwähnt wurde.
  
* hochgestellte Zeichen
+
== Einzelne Zeichen und Buchstaben ==
** sofern hochgestellte Zeichen nicht als Abkürzung ohnehin aufgelöst werden, können sie mit dem tag <seg rend="superscript"> markiert werden
 
  
== Modifikationen und Überarbeitungen ==
+
* u und v
 +
** Bis ins 17. Jahrhundert gibt es in den Protokollen keine zwei getrennten Buchstaben u und v, sondern nur eine Graphform mit zwei positionellen Varianten (v am Wortanfang, u sonst) und zwei Lautwerten.
 +
** Transkribiert wird nach dem angenommenen Lautwert, also z.B. "ussgeven" (nicht "vssgeuen" oder "ussgeuen").
 +
** Wenn Sie genauere Zeitangaben finden, ab dem sich eine konsistente Unterscheidung von u und v durch den jeweiligen Schreiber etabliert, können wir sie hier eintragen.
 +
* ſ (Schaft-s) und s
 +
** Langes (Schaft-)s und rundes s sind positionsbedingte Varianten desselben Buchstabens.
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** Wir vereinheitlichen zu "s" — keine formgetreue Unterscheidung.
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* i und j
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** Die Unterscheidung zwischen verlängertem i und j sowie die Behandlung von "ij" am Wortende (als "ii" oder "ij") ist noch projektintern zu klären.
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** Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
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* c und t
 +
** In deutschen Texten wird nach Lautwert transkribiert, in lateinischen Begriffen nach Standardorthographie.
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** Ist das Wort nicht erkennbar, bitte im Team abstimmen.
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* cz und tz
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** Noch nicht abschließend geregelt.
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** Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
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* hs und ss/ß
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** Wo im Text "hs" steht, wird Doppel-s oder ß transkribiert (Beispiele: Thywissen, Esser, Neuß).
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** In der deutschen Kurrentschrift liegen die Formen von langem "s" und kleinem "h" nah beieinander; in nahezu allen Fällen ist Doppel-s oder ß gemeint. Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9F Wikipedia].
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** Diese Regelung gilt prospektiv und wird nicht rückwirkend angewendet.
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* Diakritika / überschriebene Zeichen
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** Im 16. Jahrhundert werden Punkte auf i oder u ignoriert; transkribiert wird stets "i" und "u" (nicht "ü").
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** Andere Fälle sind bisher nicht aufgetreten. Bitte melden, wenn etwas auffällt.
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* Sonderzeichen
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** In Transkribus können Sie eine virtuelle Tastatur (Virtual Keyboard) einblenden, mit der Sie Sonderzeichen, die auf Ihrer physischen Tastatur nicht verfügbar sind, per Mausklick eingeben können.
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** Die hier genannten Zeichen werden dort verfügbar gemacht. Notfalls übernehmen Sie die Zeichen per Copy-Paste aus diesem Dokument (Strg+C / Strg+V).
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*** <code>≠</code>
  
'''[https://dh.uni-wuppertal.de/cc-wiki/?title=Transkriptionsanleitung !!! Wichtig: HIER geht es zur Anleitung für die weitere Auszeichnung des Textes!]'''
+
== Wörter, Sätze und Zahlen ==
  
* Anleitungen für das Anlegen von keys und die Nutzung von Shortcuts finden sich in Sciebo unter "Material Transkriptionen" und dort "Allgemein".
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* Getrennt- und Zusammenschreibung
** -> Hier der [https://uni-wuppertal.sciebo.de/s/3VaGrrG6Csk6OU2?path=%2F LINK zur Projektbox]!
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** 16. Jahrhundert: nach heutigem Wortverständnis (Worttrennung durch Rund-s wird ignoriert).
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** Ab dem 17./18. Jahrhundert: nach Vorlage, soweit erkennbar. Bei Uneindeutigkeit: nach Wortverständnis.
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** Breitere Abstände zwischen Wörtern müssen nicht durch mehrere Leerzeichen nachgebildet werden.
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** Trennungen am Zeilenende sowie zusammengesetzte Substantive werden mit einfachem Bindestrich wiedergegeben (z.B. "Gemeinde-Rat" statt "Gemeinde=Rat"). Fehlt in der Vorlage ein Bindestrich, der nach heutiger Rechtschreibung gesetzt würde, wird er ergänzt.
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* Groß- und Kleinschreibung
 +
** 16. Jahrhundert bis ca. 1700: alles klein, außer Eigennamen (Personen, Orte, Gebäude mit festem Namen u.Ä.).
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** Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein erkennbares System der Groß- und Kleinschreibung vorliegt: nach Vorlage.
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* Interpunktion
 +
** Moderne Interpunktion wird nicht eingeführt, auch wenn sie grammatisch korrekt wäre.
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** Schrägstriche als Satzzeichen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Virgel Virgel]) werden als Schrägstrich "/" wiedergegeben.
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** Klammern und sonstige Zeichen werden getreu nach Vorlage übernommen
 +
* Zahlen und Zahlzeichen
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** Römische Zahlen werden groß geschrieben (III, nicht iii; IX, nicht ix), auch wenn die Vorlage abweicht.
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** Bei Ordinalzahlen wird ggf. ein Punkt ergänzt (1., IX.), sofern es sich eindeutig um eine Ordinalzahl handelt.
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** Sonderformen (z.B. halbe Einsen) werden im Team besprochen und hier ergänzt.
  
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== Modifikationen und Überarbeitungen ==
  
* '''Streichungen'''
+
* Textgestalt: Durchstreichung, Unterstreichung, Hochstellung, Tiefstellung
** Schreiberstreichungen (auf Wortebene, auf Eintragsebene): als solche markieren
+
** Streichungen auf Wort- oder Eintragsebene werden als solche markiert.
** Unterstreichungen: bewahren
+
** Transkribus verfügt über spezielle Tags/Markierungen für diese Phänomene ähnlich wie in Word und Co. (''Das Tag 'seg' ist nicht mehr notwendig'')
 +
** Überschriebene einzelne Buchstaben werden wie gestrichene Buchstaben behandelt.
 +
* Nachträge und Ergänzungen
 +
** Eindeutige Nachträge werden als solche markiert.
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** Kurze Nachträge am Rand oder zwischen den Zeilen müssen nicht zwingend als eigene Textregion oder Zeile erfasst werden, sondern können an der Stelle transkribiert werden, wo sie sich nach Leseverständnis oder eindeutiger handschriftlicher Markierung einfügen. Markieren Sie die Stelle in diesem Fall mit dem Tag <code>add</code>.
 +
** Wenn der Nachtrag aus einer ganzen Textregion besteht ([[Textregionen|Marginalie/Randbemerkung]] z. B.) schreiben Sie <code>[Nachtrag]</code> an den Anfang der Transkription.
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** Sind Sie sich nicht sicher, markieren Sie die Stelle und fragen uns, wir finden dann eine Lösung für die konkrete Stelle.
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* Unleserliche Stellen
 +
** Unleserliche Stellen werden in eckige Klammern gesetzt; der Befund wird verbalisiert (z.B. "drei unleserliche Wörter").
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** Entzifferbare, aber unsichere Lesungen markieren Sie mit dem Tag <code>unclear</code>.
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* Verschreibungen und Fehler
 +
** Keine stillschweigende Korrektur.
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** Wenn Sie hervorheben möchten, dass eine Verschreibung vorliegt und der Fehler nicht in der Transkription liegt, markieren Sie die Stelle mit dem Tag <code>sic</code>.
  
* '''Abkürzungen'''
+
== Abkürzungen ==
** Abkürzungen werden aufgelöst und der aufgelöste Teil in Transkribus als Auflösung markiert. (Tag: expan - unter "Collection Tags").
 
*** Sollten Sie nicht sicher sein, wie die Abkürzung aufzulösen ist, sprechen Sie sich mit anderen Ehrenamtlerinnen ab oder fragen Sie gerne nach. Wenn Sie nicht in Transkribus arbeiten sollten, machen Sie an der entsprechenden Stelle bitte einen Vermerk, dass es sich um eine aufgelöste Abkürzung handelt, damit das übernommen werden kann.
 
  
* '''Zeilenumbruch'''
+
* Wenn es dem Leseverständnis hilft werden Abkürzungen aufgelöst.
** Die Transkription erfolgt zeilentreu mit markiertem Zeilenumbruch. Dies ergibt sich aus der Benutzung von Transkribus aber implizit.
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* Folgende Abkürzungen sollten z. B. aufgelöst werden:
*** Sollten Sie nicht mit Transkribus arbeiten, transkribieren Sie bitte dennoch zeilengetreu!
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** In den frühneuzeitlichen Bänden werden häufig '''Kürzungszeichen/Nasalstriche''' verwendet ([https://de.wikipedia.org/wiki/Nasalstrich Nasalstrich]), die einzelne Buchstaben ersetzen.
*** Nebeneinander stehende Einträge oder Anmerkungen sollten als eigener Bereich gekennzeichnet und in sich zeilengetreu transkribiert werden.
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* Gängige und immer wiederkehrende Abkürzungen (Etc., Dr., z.B., a.u.s., Maßeinheiten, Geldeinheiten) müssen nicht aufgelöst werden.
*** Sollten Sie unsicher sein, machen Sie gern eine Anmerkung oder fragen Sie nach.
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* Abgekürzte Schreibungen von Personen, Orten, Organisationen oder Berufen müssen nicht aufgelöst werden, da sie – durch ihre mit ID versehenen Entitäten-Tags – mit ihren Registereinträgen verlinkt werden, wo eine aufgelöste Schreibung zu finden ist.
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* Das Abkürzungszeichen für "qm" (kleines Rechteck im Text) kann als "qm" aufgelöst werden.
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* Aufgelöste Abkürzungen werden markiert.
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** Abkürzungen, die durch einfache Ergänzung der Zeichen aufgelöst werden können, wie z.B. im oben genannten Fall der Nasalstriche, werden mit dem Tag <code>expan</code>` auf den aufgelösten Buchstaben markiert.
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** Komplexere Abkürzungen deren ursprüngliche Form (mit Punkten usw.) erhalten bleiben soll, können zunächst nach Vorlage transkribiert und mit dem Tag <code>abbrev</code> markiert werden. In den Metadaten des Tags kann dann die aufgelöste Form unter <code>expansion</code> eingetragen werden.
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* Bei Unsicherheit bitte im Team abstimmen oder nachfragen.
  
* '''Unleserliche Stellen'''
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== Zeilenumbrüche ==
** Markieren durch eckige Klammern, Befund verbalisieren ("drei unleserliche Wörter").
 
*** Sollten Sie einzelne Stellen nicht lesen können, weil sie unleserlich geschrieben sind, verwischt oder unkenntlich gemacht wurden, markieren Sie die Stelle bitte mit eckigen Klammern. Schreiben Sie in die Klammern, welche Buchstaben Sie entziffern konnten und wie viele Buchstaben oder Wörter Ihrer Sicht nach fehlen.
 
** Unsicherheit: Schreiben Sie, wenn Sie meinen, das Wort erkannt zu haben, aber nicht sicher sind, einfach ein ? hinter das Wort. z.B. "Schule(?)".
 
  
* '''Verschreibungen / Fehler'''
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* Die Transkription erfolgt zeilentreu mit markiertem Zeilenumbruch, dies ergibt sich bei der Arbeit in Transkribus automatisch.
** Keine stillschweigende Korrektur! Bitte merken Sie Verschreibungen an, wenn sie Ihnen auffallen.
 
  
* '''Nachträge / Ergänzungen'''
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== Allgemein ==
** Ist eindeutig erkennbar, dass es sich um einen Nachtrag ändert, merken Sie das gerne an.
 
** Sind Sie sich nicht sicher, markieren Sie die Stelle und fragen uns, wir finden dann eine Lösung für die konkrete Stelle.
 
  
== Textpositionierung und Layout ==
+
* Wenn sich eine Regel zu einem bestimmten Phänomen ändert, gilt sie zunächst nur für neue Transkriptionen.
* '''Tabellen'''
 
** Es gibt ein Tool für Tabellen in Transkribus. Wir stellen hier zeitnah eine [https://readcoop.eu/de/transkribus/howto/how-to-work-with-tables-in-transkribus/#h-correct-the-cells-in-the-table Anleitung] zur Verfügung!
 
* Marginalien
 
** Marginalien setzen wir (in der Ordnung der Transkription) an den Anfang des Eintrags; bei mehrfachen Marginalien auch an's Ende
 
* Einrückung und Zentrierung
 
** zu diskutieren; bitte beachten: weil wir ja das Faksimile mit publizieren ist es bei der Transkription nicht ganz so wichtig, das Erscheinungsbild des Textes nachzuahmen
 
  
= Probleme und Sonderfälle =
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== Probleme und Sonderfälle ==
  
* Anleitungen für das Anlegen von keys und die Nutzung von Shortcuts finden sich in Sciebo unter "Material Transkriptionen" und dort "Allgemein".
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* Wenn im Originalband einzelne Seiten fehlen und ein Eintrag dadurch mitten im Text abbricht oder anfängt, werden in der Transkription eckige Klammern mit einem entsprechenden Hinweis gesetzt, z.B. [folgende Seite fehlt im Original].
** -> Hier der [https://uni-wuppertal.sciebo.de/s/3VaGrrG6Csk6OU2?path=%2F LINK zur Projektbox]!
+
* Wenn ein annotationswürdiges Phänomen hier nicht abgedeckt merken Sie es im Text an (Anmerkung in eckigen Klammern) und sprechen Sie es im Team an. Ggf. finden wir ein Transkribus-Tag für das Phänomen oder eine standardisierte Formulierung in eckigen Klammern.
  
* Datum: Die gesamte Angabe zum Taggen benutzen! Auch wenn es z.B. "Sabbathi den 5. April..." ist. Auch den Tag mit taggen! Alles, was zur Datumsangabe gehört, kann mit in den Tag!
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= Korrektur von bereits veröffentlichten Bänden =
  
* To be done...
+
* Auch bereits veröffentlichte Bände dürfen jederzeit korrigiert werden.
 +
* Vermerken Sie die Nachbearbeitung bitte mit Datum in der Spalte "Änderungen nach Veröffentlichung" im [https://docs.google.com/spreadsheets/d/19qr3S-WZK8oukHYKnU29ErrjGUMXSAcRzkicX9VKnJw/edit?gid=1247940292#gid=1247940292 Tabellenblatt "Bände"]. So können wir abschätzen, wann bei einem Band ein neuer Export und Upload der Transkription sinnvoll ist.

Aktuelle Version vom 15. Mai 2026, 06:53 Uhr

Prinzipien

Eine Transkription ist immer auf einer Skala zwischen Quellentreue und erleichterter Lesbarkeit angesiedelt. Extreme Quellentreue (hyperdiplomatische Transkription) ist im Prinzip wünschenswert, kann aber sehr kompliziert und aufwändig werden. Starke Leseorientierung erfordert Interpretation und würde Unterschiede nivellieren und Befunde zunichte machen, die für die Forschung wertvoll sein können. Es ist deshalb ein sinnvoller Mittelweg zu finden.

Wir haben untenstehend die Regeln für die Transkription zusammengefasst, auf die wir uns für das Projekt geeinigt haben. Bitte halten Sie sich an diese Regeln. Sollten Ihnen Fälle begegnen, die eine Bearbeitung nach den untenstehenden Regeln nicht möglich machen, fragen Sie gern nach! Sollten Sie einen Fall finden, der hier nicht bedacht wurde, fragen Sie ebenfalls gern nach, wir finden dann eine Lösung dafür und tragen den Fall hier nach.

Vor und während der Transkription

Beachten Sie folgendes vor und während der Transkription (Kurzanleitung Transkription):

  1. Dokumentation in der Erfassungstabelle
  2. Textregionen müssen markiert sein und die Zeilenerkennung muss erfolgt sein, ehe der Text transkribiert werden kann.
  3. Annotation des Textes

Hilfsmittel

Regeln für die Transkription

Eigennamen, Bezeichnungen und Datumsangaben

  • Grundsätzlich gilt Transkription nach Vorlage. Die Normierung der Schreibweise erfolgt in den Registertabellen.
  • Personen, Orte, Organisationen und Berufe
    • Entitäten werden als person, place, organization, occupation getaggt.
    • In den Metadaten der Annotation wird unter key die entsprechende ID aus den Registertabellen eingetragen.
  • Datumsangaben
    • Datumsangaben werden als date getaggt.
    • In den Metadaten der Annoation werden Jahr, Monat und Tag eingetragen.
    • Für Angaben wie "Freitag nach Sankt Franziskus" (Vor allem im 16. Jahrhundert zu finden) können Sie die Hilfsmittel zur Datumsauflösung verwenden.
  • Unterschriften
    • Wenn Unterschriften ausserhalb eines Unterschriftenblocks (Siehe Textregionen) erscheinen, setzten Sie [gez.] davor.
    • Wenn die Unterschrift nicht lesbar ist, schreiben Sie \[Unterschrift].
    • Eine Auszeichnung als person erfolgt nur dann, wenn die Person im Text zuvor noch nicht erwähnt wurde.

Einzelne Zeichen und Buchstaben

  • u und v
    • Bis ins 17. Jahrhundert gibt es in den Protokollen keine zwei getrennten Buchstaben u und v, sondern nur eine Graphform mit zwei positionellen Varianten (v am Wortanfang, u sonst) und zwei Lautwerten.
    • Transkribiert wird nach dem angenommenen Lautwert, also z.B. "ussgeven" (nicht "vssgeuen" oder "ussgeuen").
    • Wenn Sie genauere Zeitangaben finden, ab dem sich eine konsistente Unterscheidung von u und v durch den jeweiligen Schreiber etabliert, können wir sie hier eintragen.
  • ſ (Schaft-s) und s
    • Langes (Schaft-)s und rundes s sind positionsbedingte Varianten desselben Buchstabens.
    • Wir vereinheitlichen zu "s" — keine formgetreue Unterscheidung.
  • i und j
    • Die Unterscheidung zwischen verlängertem i und j sowie die Behandlung von "ij" am Wortende (als "ii" oder "ij") ist noch projektintern zu klären.
    • Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
  • c und t
    • In deutschen Texten wird nach Lautwert transkribiert, in lateinischen Begriffen nach Standardorthographie.
    • Ist das Wort nicht erkennbar, bitte im Team abstimmen.
  • cz und tz
    • Noch nicht abschließend geregelt.
    • Bitte solche Stellen markieren und im Team ansprechen.
  • hs und ss/ß
    • Wo im Text "hs" steht, wird Doppel-s oder ß transkribiert (Beispiele: Thywissen, Esser, Neuß).
    • In der deutschen Kurrentschrift liegen die Formen von langem "s" und kleinem "h" nah beieinander; in nahezu allen Fällen ist Doppel-s oder ß gemeint. Vgl. Wikipedia.
    • Diese Regelung gilt prospektiv und wird nicht rückwirkend angewendet.
  • Diakritika / überschriebene Zeichen
    • Im 16. Jahrhundert werden Punkte auf i oder u ignoriert; transkribiert wird stets "i" und "u" (nicht "ü").
    • Andere Fälle sind bisher nicht aufgetreten. Bitte melden, wenn etwas auffällt.
  • Sonderzeichen
    • In Transkribus können Sie eine virtuelle Tastatur (Virtual Keyboard) einblenden, mit der Sie Sonderzeichen, die auf Ihrer physischen Tastatur nicht verfügbar sind, per Mausklick eingeben können.
    • Die hier genannten Zeichen werden dort verfügbar gemacht. Notfalls übernehmen Sie die Zeichen per Copy-Paste aus diesem Dokument (Strg+C / Strg+V).

Wörter, Sätze und Zahlen

  • Getrennt- und Zusammenschreibung
    • 16. Jahrhundert: nach heutigem Wortverständnis (Worttrennung durch Rund-s wird ignoriert).
    • Ab dem 17./18. Jahrhundert: nach Vorlage, soweit erkennbar. Bei Uneindeutigkeit: nach Wortverständnis.
    • Breitere Abstände zwischen Wörtern müssen nicht durch mehrere Leerzeichen nachgebildet werden.
    • Trennungen am Zeilenende sowie zusammengesetzte Substantive werden mit einfachem Bindestrich wiedergegeben (z.B. "Gemeinde-Rat" statt "Gemeinde=Rat"). Fehlt in der Vorlage ein Bindestrich, der nach heutiger Rechtschreibung gesetzt würde, wird er ergänzt.
  • Groß- und Kleinschreibung
    • 16. Jahrhundert bis ca. 1700: alles klein, außer Eigennamen (Personen, Orte, Gebäude mit festem Namen u.Ä.).
    • Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein erkennbares System der Groß- und Kleinschreibung vorliegt: nach Vorlage.
  • Interpunktion
    • Moderne Interpunktion wird nicht eingeführt, auch wenn sie grammatisch korrekt wäre.
    • Schrägstriche als Satzzeichen (Virgel) werden als Schrägstrich "/" wiedergegeben.
    • Klammern und sonstige Zeichen werden getreu nach Vorlage übernommen
  • Zahlen und Zahlzeichen
    • Römische Zahlen werden groß geschrieben (III, nicht iii; IX, nicht ix), auch wenn die Vorlage abweicht.
    • Bei Ordinalzahlen wird ggf. ein Punkt ergänzt (1., IX.), sofern es sich eindeutig um eine Ordinalzahl handelt.
    • Sonderformen (z.B. halbe Einsen) werden im Team besprochen und hier ergänzt.

Modifikationen und Überarbeitungen

  • Textgestalt: Durchstreichung, Unterstreichung, Hochstellung, Tiefstellung
    • Streichungen auf Wort- oder Eintragsebene werden als solche markiert.
    • Transkribus verfügt über spezielle Tags/Markierungen für diese Phänomene ähnlich wie in Word und Co. (Das Tag 'seg' ist nicht mehr notwendig)
    • Überschriebene einzelne Buchstaben werden wie gestrichene Buchstaben behandelt.
  • Nachträge und Ergänzungen
    • Eindeutige Nachträge werden als solche markiert.
    • Kurze Nachträge am Rand oder zwischen den Zeilen müssen nicht zwingend als eigene Textregion oder Zeile erfasst werden, sondern können an der Stelle transkribiert werden, wo sie sich nach Leseverständnis oder eindeutiger handschriftlicher Markierung einfügen. Markieren Sie die Stelle in diesem Fall mit dem Tag add.
    • Wenn der Nachtrag aus einer ganzen Textregion besteht (Marginalie/Randbemerkung z. B.) schreiben Sie [Nachtrag] an den Anfang der Transkription.
    • Sind Sie sich nicht sicher, markieren Sie die Stelle und fragen uns, wir finden dann eine Lösung für die konkrete Stelle.
  • Unleserliche Stellen
    • Unleserliche Stellen werden in eckige Klammern gesetzt; der Befund wird verbalisiert (z.B. "drei unleserliche Wörter").
    • Entzifferbare, aber unsichere Lesungen markieren Sie mit dem Tag unclear.
  • Verschreibungen und Fehler
    • Keine stillschweigende Korrektur.
    • Wenn Sie hervorheben möchten, dass eine Verschreibung vorliegt und der Fehler nicht in der Transkription liegt, markieren Sie die Stelle mit dem Tag sic.

Abkürzungen

  • Wenn es dem Leseverständnis hilft werden Abkürzungen aufgelöst.
  • Folgende Abkürzungen sollten z. B. aufgelöst werden:
    • In den frühneuzeitlichen Bänden werden häufig Kürzungszeichen/Nasalstriche verwendet (Nasalstrich), die einzelne Buchstaben ersetzen.
  • Gängige und immer wiederkehrende Abkürzungen (Etc., Dr., z.B., a.u.s., Maßeinheiten, Geldeinheiten) müssen nicht aufgelöst werden.
  • Abgekürzte Schreibungen von Personen, Orten, Organisationen oder Berufen müssen nicht aufgelöst werden, da sie – durch ihre mit ID versehenen Entitäten-Tags – mit ihren Registereinträgen verlinkt werden, wo eine aufgelöste Schreibung zu finden ist.
  • Das Abkürzungszeichen für "qm" (kleines Rechteck im Text) kann als "qm" aufgelöst werden.
  • Aufgelöste Abkürzungen werden markiert.
    • Abkürzungen, die durch einfache Ergänzung der Zeichen aufgelöst werden können, wie z.B. im oben genannten Fall der Nasalstriche, werden mit dem Tag expan` auf den aufgelösten Buchstaben markiert.
    • Komplexere Abkürzungen deren ursprüngliche Form (mit Punkten usw.) erhalten bleiben soll, können zunächst nach Vorlage transkribiert und mit dem Tag abbrev markiert werden. In den Metadaten des Tags kann dann die aufgelöste Form unter expansion eingetragen werden.
  • Bei Unsicherheit bitte im Team abstimmen oder nachfragen.

Zeilenumbrüche

  • Die Transkription erfolgt zeilentreu mit markiertem Zeilenumbruch, dies ergibt sich bei der Arbeit in Transkribus automatisch.

Allgemein

  • Wenn sich eine Regel zu einem bestimmten Phänomen ändert, gilt sie zunächst nur für neue Transkriptionen.

Probleme und Sonderfälle

  • Wenn im Originalband einzelne Seiten fehlen und ein Eintrag dadurch mitten im Text abbricht oder anfängt, werden in der Transkription eckige Klammern mit einem entsprechenden Hinweis gesetzt, z.B. [folgende Seite fehlt im Original].
  • Wenn ein annotationswürdiges Phänomen hier nicht abgedeckt merken Sie es im Text an (Anmerkung in eckigen Klammern) und sprechen Sie es im Team an. Ggf. finden wir ein Transkribus-Tag für das Phänomen oder eine standardisierte Formulierung in eckigen Klammern.

Korrektur von bereits veröffentlichten Bänden

  • Auch bereits veröffentlichte Bände dürfen jederzeit korrigiert werden.
  • Vermerken Sie die Nachbearbeitung bitte mit Datum in der Spalte "Änderungen nach Veröffentlichung" im Tabellenblatt "Bände". So können wir abschätzen, wann bei einem Band ein neuer Export und Upload der Transkription sinnvoll ist.